AUGENINFO
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Tel: +43(0)676 9777988
Mail: Wacek@tieraugen.at

DIE AUGENUNTERSUCHUNG

Die Augenuntersuchung erfolgt in einem abgedunkelten Raum, um störendes Umgebungslicht auszuschalten. Sie ist weder belastend, noch mit Schmerzen verbunden. Um die für eine effiziente Untersuchung benötigte Zeit möglichst gering zu halten, ist es jedoch notwendig, dass der Besitzer oder eine Hilfsperson den Kopf des Tieres locker fixiert.

Zu Beginn werden zunächst in einem Gespräch mit dem Tierbesitzer alle Details der Vorgeschichte erfragt (Anamnese). Oft erscheinen die Fragen unwichtig, es sind jedoch häufig diese für den Nicht-Mediziner nebensächlich wirkenden Gegebenheiten, die für den Arzt ausschlaggebend sein können.

Auf dieser Seite können Sie sich über die gängigsten Untersuchungsmethoden informieren.

Bilder können durch Anklicken vergößert in einem eigenen Fenster angezeigt werden!

Bitte beachten Sie das Urheberrecht.



Untersuchungsmethoden mit einer Lichtquelle:

Das Otoskoplämpchen

Bei der Untersuchung mit Hilfe des Otoskoplämpchens kann man sich einen Überblick über die Veränderungen am Auge schaffen. Da das Licht nicht sehr stark ist, können zarte Veränderungen, die mit einer stärkeren Lichtquelle "überschossen" werden, oft besser erkannt werden.

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Das Handspaltlampenbiomikroskop

Mit dem Handspaltlampenbiomikroskop – kurz "Spaltlampe" – werden die Augenumgebung sowie von außen nach innen fortschreitend die verschiedenen Augenmedien mit 10- bis 16-facher Vergrößerung in der Übersicht untersucht. Sollen Linse und Glaskörper näher betrachtet werden, müssen in der Regel spezielle Augentropfen (Tropicamid) verabreicht werden, die nach 20-30 Minuten zu einer Mydriase, also einer Weitstellung der Pupille, führen. Diese verschwindet nach 1-12 Stunden wieder.

Abb.: Untersuchung mit Spaltlampenbiomikroskop Um die genaue Lage von Veränderungen fest zu stellen, wird ein spaltförmiger Lichtstrahl ins Auge geschickt und somit ein "optischer Schnitt" durch das Auge gemacht.
Der Mensch legt dazu das Kinn auf eine Vorrichtung der fest montierten Spaltlampe, beim Tier wird die Spaltlampe in der Hand gehalten, um Bewegungen des Kopfes folgen zu können. Abb.: Untersuchung mit Spaltlampenbiomikroskop

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Die Funduskopie

Für die Betrachtung der Netzhaut müssen in der Regel spezielle Augentropfen (Tropicamid) verabreicht werden, die nach 20-30 Minuten zu einer Weitstellung der Pupille (Mydriase) führen. Diese verschwindet nach 1-12 Stunden wieder.

Abb.: Ophtalmoskopie Es kann entweder das Otoskoplämpchen verwendet werden oder als „indirekte Ophthalmoskopie“ eine Linse zwischen Untersucher und Auge des Tieres gehalten werden. Das durch diese Sammellinse gesehene Bild wird mit einem Kopfbandophthalmoskop betrachtet – es wird seitenverkehrt und auf dem Kopf stehend gesehen.

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Schirmer Tränentest

Abb.: Schirmer Tränentest

Der Schirmer Tränentest I dient zur Überprüfung der Tränenproduktion. Die wässrige Phase des Tränenfilms wird bei Hund und Katze von der Tränendrüse und der Nickhautdrüse gebildet.

Es wird ein spezieller Papierstreifen für 1 Minute in den unteren Bindehautsack gehängt und dann der Wert in mm abgelesen. Bei einem gesunden Auge werden pro Minute mindestens 15mm Flüssigkeit angesaugt.

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Es können bei bestimmten Erkrankungen auch weiterführende Untersuchungen nötig werden:

Der Fluorescein-Test  

Abb.: Fluoreszintest Hat die Hornhaut einen Defekt, kann dieser mit Hilfe des Farbstoffes Fluorescein dargestellt werden.
Nach Einbringen eines Tropfens Fluorescein in den Bindehautsack (der Farbstoff befindet sich auf einem Filterstreifen, der angefeuchtet wird) und Ausspülen des überschüssigen Farbstoffes stellen sich solche Defekte grün dar. Besser sind sie zu sehen, wenn man die Hornhaut mit dem Blaufilter der Spaltlampe betrachtet. Abb.: Fluoreszintest

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Andere weiterführenden Untersuchungen können erst nach Eintropfen eines Lokalanästhetikums zur Ausschaltung der Schmerzempfindung durchgeführt werden:

Die Tonometrie

Abb.: Tonometrie Mit Hilfe des Applanationstonometers wird der innere Augendruck gemessen. Dazu wird ein Lokalanästhetikum eingetropft und mit der Spitze des Gerätes mehrmals sanft die Hornhaut berührt. Das Gerät berechnet dann aus dem Grad der „Eindrückbarkeit“ der Hornhaut einen Wert (Einheit: Millimeter Quecksilbersäule, mmHg). Der normale Wert liegt bei Hund und Katze zwischen 8 und 25 mmHg. Eine Erniedrigung spricht für eine Entzündung im Auge und eine Erhöhung für einen grünen Star.

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Die Gonioskopie

Abb.: Gonioskopie Im „Kammerwinkel“ des Auges fließt ein Großteil der im Auge befindlichen Flüssigkeit ab (sie wird ständig nachproduziert).
Einen Teil dieser Struktur kann man normalerweise bei der Betrachtung des Auges von der Seite sehen. Möchte man den gesamten Kammerwinkel sehen (wie es z.B. auch zur Zuchtuntersuchung notwendig ist), muss eine Gonioskopielinse aufgesetzt werden. Dies erfolgt nach Eintropfen eines Lokalanästhetikums und ist für das Tier nicht schmerzhaft. Veränderungen des Kammerwinkels können zu einem grünen Star führen. Abb.: Goniosokopie

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Spülen der Tränenwege

Um die Durchgängigkeit der Tränenwege zu überprüfen, können diese gespült werden. Die meisten Haussäugetiere haben einen unteren und oberen Tränenpunkt (z.B. Hund, Katze, Pferd), das Kaninchen besitzt nur einen unteren Tränenpunkt. Die Tränenkanälchen münden im Tränensack und der Tränennasengang führt zur Nase. Nach Eintropfen eines Lokalanästhetikums wird eine dünne Kunststoff- oder Silberkanüle, auf der eine mit physiologischer Kochsalzlösung gefüllte Spritze aufgesetzt ist, in den unteren oder oberen Tränenpunkt eingefädelt. Wird nun gespült, sollte die Flüssigkeit am anderen Tränenpunkt austreten. Außerdem sollte je nach Position des Kopfes entweder Flüssigkeit aus der Nase austreten oder das Tier abschlucken. Vor allem beim Pferd ist es auch möglich, von der Nase aus (retrograd) zu spülen.

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Die Untersuchung der Nickhaut

Abb.: Ziehen der Nickhaut Muss die Innenseite der Nickhaut untersucht werden, weil etwa ein Fremdkörper vermutet wird, so wird nach Eintropfen eines Lokalanästhetikums mit Hilfe einer speziellen Bindehautpinzette die Nickhaut erfasst und vorgezogen. Dieser Vorgang sieht für den Laien oft brutal aus, ist aber nicht schmerzhaft. Kommt es zu Abwehrbewegungen, so sind diese auf ein „Sehen“ der Prozedur zurückzuführen.

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Probenentnahme

Um bestimmte Krankheitserreger zu identifizieren oder eine Neoplasie ("Tumor") auszuschließen, kann es notwendig sein, Tupferproben oder Biopsien zu entnehmen.

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Das Elektroretinogramm

Mit Hilfe des Elektroretinogramms (ERG) wird die Netzhautfunktion überprüft. Dazu werden zwei Nadelelektroden unter die Haut gesetzt. Da sie sehr dünn sind, wird das in der Regel nicht gespürt. Eine dritte Elektrode kommt nach Eintropfen eines Lokalanästhetikums auf die Hornhaut (ähnlich einer Kontaktlinse). Diese dritte Elektrode enthält auch eine Lichtquelle, die Lichtblitze ins Auge sendet. Die elektrischen Potentiale, die die Sehzellen als Reaktion auf diesen Lichtreiz aussenden, werden dann in Form einer Kurve aufgezeichnet, deren Amplitude bei einer gesunden Netzhaut größer als 60 μV ist.

Diese Untersuchungsmethode ist vor allem wichtig, wenn der Augenhintergrund durch Eintrübung der davorliegenden Medien nicht mehr eingesehen werden kann. Sie sollte auch vor einer Linsenextraktion durchgeführt werden (siehe Operationen). Auch für die Diagnose einer plötzlich erworbenen Netzhautdegeneration (SARD – siehe Augenerkrankungen) ist ein Elektroretinogramm notwendig.

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Die Vorsorgeuntersuchung auf erbliche Erkrankungen

Bei Tieren, die für die Zucht genutzt werden sollen ist es sinnvoll, eine Untersuchung auf erbliche Augenerkrankungen („Zuchtuntersuchung“) durchführen zu lassen. Dies soll gewährleisten, dass Erbkrankheiten bei einer Rasse nicht zu einem Problem werden können. Bei gewissen Hunde- und Katzenrassen ist eine solche Untersuchung vom Zuchtverein vorgeschrieben und muss in 1-2 jährlichem Abstand vorgewiesen werden.

Die Untersuchung darf nur von qualifizierten und vom European Collage of Veterinary Ophthalmologists (ECVO) anerkannten Tierärzten durchgeführt werden. Es wird im Anschluss an die Untersuchung ein spezielles Augenzertifikat ausgestellt. Jeweils ein Durchschlag bekommt der Tierbesitzer, der Zuchtwart, der Untersucher und die statistische Auswertungsstelle des AKVO (Arbeitskreis Veterinärophthalmologie). Die Entscheidung, ob der Züchter mit einem von einer erblichen Erkrankung betroffenem Tier züchten darf, wird vom Zuchtwart des jeweiligen Klubs getroffen.

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